Kommunikation in Meetings wird zum Albtraum – was ist die ideale Größe, für produktive Meetings? Die 2-Pizza-Regel von Jeff Bezos.

Kommunikation in Meetings wird zum Albtraum - was ist die ideale Größe, für produktive Meetings? Die 2-Pizza-Regel von Jeff Bezos.

Meetings sind ein unausweichlicher Aspekt der Arbeitskultur, aber Jeff Bezos – Gründer von Amazon und Blue Origin – ist skeptisch gegenüber ihrem Nutzen.

Meetings haben in der Arbeitswelt den Ruf, gewaltige Zeitfresser und wenig effizient zu sein.

Je mehr Menschen an einem Meeting teilnehmen, desto größer ist die Gefahr, dass keine guten Lösungen gefunden werden.

Je mehr Teilnehmer es sind, desto mehr wird zerredet.

Unterschiedliche Kommunikationstypen prallen aufeinander. Auf der einen Seite – meistens ganz hinten oder in einer Ecke – sitzen die ruhigeren introvertierten Typen, während sich vorne die Selbstdarsteller drängen.

Jeff Bezos war sich dieses Problems bewusst und hat die 2-Pizza-Regel für sein Unternehmen festgelegt. Für ihn besteht das ideale Meeting aus 5-8 Teilnehmern.

Wenn man ein Team nicht mit zwei Pizzen füttern kann, ist es zu groß.

- Jeff Bezos -

Jeff Bezos bevorzugt eine kleine, überschaubare und agile Anzahl von Teilnehmern bei Meetings.

Schon früh hat er eine “Two Pizza” -Teamregel eingeführt, um Besprechungen durchzuführen.

Die Anzahl der Mitglieder in einem Team oder in einer Sitzung sollte nicht größer sein, als dass diese von zwei Pizzen gefüttert werden kann.

Üblicherweise geht man bei einer amerikanischen Pizza davon aus, dass sie 4 Menschen satt macht. Deshalb ist für Jeff Bezos die maximale Teilnehmerzahl für Meetings auf 8 beschränkt.

Bestätigt wird er von Studien der Standford University. Die maximale Teilnehmerzahl für ein Meeting beträgt laut der Studie, maximal 9 Teilnehmer.

Für die Forscher der Stanford University ist 7 die ideale Teilnehmerzahl +- 2 Teilnehmer.

In größeren Meetings entsteht demnach schnell eine Vortrags-atmosphäre – weil meistens nur einer redet – und in der neue Ideen nicht oder nur selten gedeihen und hervorgebracht werden können. Introvertierte Menschen kommen kaum oder gar nicht zu Wort. Das Meeting ist ineffizient.

Größere Gruppen bedeuten auch, dass jeder Teilnehmer auf mehrere Personen achten muss. Die Gruppe wird dadurch anonymer und am Ende leidet die Zusammenarbeit der Teilnehmer, der soziale Zusammenhalt der Gruppe wird schwächer, was sich langfristig negativ auf die Zusammenarbeit und Ausrichtung auswirkt.

 

Dagegen fördern kleinere Teammeetings Diskussionen und es herrscht ein gutes Kommunikationsklima. Jeder kann sich zu Wort melden und seine Ideen vorstellen. Weniger Teilnehmer bedeuten auch mehr Zeit, um die Perspektive aller anzuhören und zu berücksichtigen.

Aber ist die Teilnehmerzahl zu gering, dann kann das Meeting aufgrund mangelnder Diversität einseitig sein. Verschiedene Charaktere haben verschiedene Perspektiven und führen zu verschiedenen und in Summe zu qualitativ besseren Lösungs-ansätzen.

Weniger Teilnehmer an einem Meeting führt in der Regel auch zu weniger Besprechungen für den einzelnen Mitarbeiter.

Untersuchungen zeigen, dass weniger Besprechungen die Produktivität von Mitarbeitern und Organisationen steigern können.

Was Jeff Bezos angeht, so war es wohl zunächst purer Eigennutz, um diese zeitraubenden Besprechungen für ihn selbst zu vermeiden und sicherzustellen, dass sein Zeitplan nur mit Besprechungen gefüllt ist, die seine Zeit wert sind.